Bauzentrum_2021_05

BAUZENTRUM E-BAU 5 | 2021 Titelbeitrag 9 Wasserkreislauf des Heizsystems verbunden werden können. Hierfür werden die bekannten Nah- und Fernwärmerohre eingesetzt. Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmekollektoren oder -sonden Leitungstyp: Kunststoffrohre Bei der Erdwärmenutzung zirkuliert eine Wärmeträgerflüssigkeit in einem geschlos- senen System. Es gibt zwei Varianten: Erd- wärmekollektoren bestehen überwiegend aus horizontal im Erdreich verlegten Kunst- stoffrohren. Bei Erdwärmesonden wird das Rohrsystem in ein vertikal oder schräg verlau- fendes Bohrloch eingebracht. Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Grundwasserbrunnen Leitungstyp: Kunststoffrohre Hier werden grundsätzlich zwei Brunnen benö- tigt: Der Saugbrunnen entnimmt beispielweise dem Grundwasser (auch Kühlwasser aus In- dustrieprozessen ist nutzbar) Wärme und der Schluckbrunnen führt das abgekühlte Wasser wieder zurück. Die Brunnen sind imGegensatz zu Erdwärmesonden und -kollektoren offene Systeme. Auch hierfür werden Kunststoffrohre verwendet. Planung der Hauseinführung Für den Einbau von Wärmepumpensystemen durchdringen also Rohre und Kabel die äußere Gebäudehülle. Diese Hauseinführungen müs- sen, insbesondere bei der erdberührten Durch- dringung, gas- und wasserdicht verschlossen werden. Zur Einführung dieser Rohre und Kabel werden häufig immer noch KG-Rohre zweck- entfremdet eingesetzt. Die Abdichtung zum Bauwerk und zur Leitung ist auf diese Weise aber nicht oder nicht dauerhaft gegeben und entspricht somit nicht dem Stand der Technik geschweige denn, den gesetzlichen Vorgaben. Dabei kann es sehr einfach sein, das richtige System auszuwählen. Schließlich haben Unter- nehmen wie beispielweise der Dichtungs- und Brandschutzexperte DOYMA aus dem nieder- sächsischen Oyten für jede Anforderung die passende Lösung im Sortiment. Je nachdem ob es sich um eine unterkellerte oder nicht unterkellerte Immobilie handelt und abhän- gig davon, welche Leitungsart verwendet wird, kommen unterschiedliche Dichtungssysteme zum Einsatz. Dabei kann es sich zumBeispiel um klassische Dichtungseinsätze für die Abdichtung gegen drückendes Wasser handeln. So empfiehlt DOYMA bei Kunststoffrohren die Verwen- dung des Dichtungseinsatzes Curaflex Nova ® Uno/Curaflex Nova ® Uno/breit (ggf. in Kom- bination mit einem Faserzement-Futterrohr des Typs Curaflex ® 3000/3001) respektive bei flexiblen/gewellten Nah- und Fernwärmeroh- ren den Curaflex Nova ® Senso. Anders sieht dies zumBeispiel bei Kältemittel- leitungen aus. Um diese regelwerkskonform in ein Gebäude einzuziehen, ist die Kombi- nation aus einer Einspartenhauseinführung und einem geteilten Mehrfach-Dichtungsein- satz erforderlich. Hier gibt es unterschiedliche Empfehlungen je nachdem, ob ein Gebäude unterkellert ist – oder eben nicht. Jeden An- wendungsfall an dieser Stelle zu beleuchten würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Aus diesemGrund hat DOYMA eine Broschü- re mit dem Titel „Planungshilfe – Hausein- führungen für Wärmepumpen” aufgelegt, die auf der Unternehmenswebsite abgerufen wer- den kann. Für jeden Leitungstyp und Lastfall wird hier das passende Produkt, die passende Produktkombination vorgestellt. www.doyma.de Um Kältemittelleitungen regelwerkskonform in ein Gebäude einzuziehen, ist die Kombination aus einer Einspartenhauseinführung und einem geteil- ten Mehrfach-Dichtungseinsatz erforderlich. Bei nicht unterkellerten Gebäuden empfiehlt DOYMA bei der Verwendung von Kältemittelleitungen zum Beispiel eine Quadro-Secura ® E-BP-R in Kombina- tion mit einem Curaflex Nova ® Uno/M/T. Müssen gleich zwei Kunststoffrohre eingezogen werden, ist eine Quadro-Secura ® Basic R2, eine Mehrspartenhauseinführung für zwei Leitungen, die richtige Wahl. Flexible/gewellte Nah- und Fernwärmerohre las- sen sich sowohl bei unterkellerten Gebäuden als auch Gebäuden ohne Keller durch einen Curaflex Nova ® Senso abdichten. Wichtige Richtlinien Bei der Planung und Ausführung für gas- und wasserdichte Bauwerksdurchdringungen sind unter anderem Regelwerke zu beachten. (Je nach Bundesland und Landesbauordnung kann Ver- pflichtung zur Einhaltung bestehen.) • DIN 18533, Abdichtung von erdberührten Bauteilen • DIN 18322, VOB Teil C, ATV f ür Kabelleitungstiefbauarbeiten • DIN 18336, VOB Teil C, ATV für Abdichtungsarbeiten • DAfStb-Richtlinie, Wasserundurchlässi- ge Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie) • AGFW FW419/ DVGW GW-390 / VDE-AR-N 4223, • Bauwerksdurchdringungen und deren Abdichtung für erdverlegte Leitungen • WTA – Merkblatt 4-6-14/D, Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile

RkJQdWJsaXNoZXIy NzM2NDYw