Bauzentrum_2023_05

BAUZENTRUM E-BAU 5 | 2023 Titel 7 aber auch lebendig ist – einen Stein mit Taktilität und Nuancen“, so das Architek- turbüro. Die Wahl fiel auf die gräulich-weiß bis bläulich nuancierte Hagemeister-Sor- tierung „Farsund HS“. Hilberink Bosch Architecten: „Der Klinker überzeugte uns vollends wegen seiner vielen Nuancen. Aus der Ferne überwiegt ein hellgrau, aber von Nahem blitzen auch gelbbraune bis blaue Akzente hervor. Das lässt den Klinker sehr dynamisch wirken.“ Im länglichen Modul- format (290 x 90 x 52 mm) verarbeitet, passt der Ziegel gut zur Horizontalität der Architektur. Mit Fuge ist der Stein exakt 30 cm lang. Die Fassaden haben einen Läufer- verband mit zwei Kopfseiten, die hellgraue, zwei Millimeter zurückliegende Stoßfuge springt pro Lage immer einen Kopf wei- ter. „Das verleiht den Fassaden Ruhe und Formalität, welche die Leidenschaft und die handwerkliche Raffinesse des Klinker- werkes der alten Fabrikbauten auf Strijp-R aufgreift”, so das Architekturbüro. Nach dem Vorbild der alten Philips-Büros wechseln sich die Fassaden mit gemauerten Flächen und großen, sich wiederholenden Fassadenöffnungen ab. In Anlehnung an das Gebiet und die abgerissenen Gebäude knüpft der Plan in einer klaren Sprache an die industrielle Vergangenheit der alten Phillips-Fabriken an. Das Konzept berührt die Erinnerung an diese besondere Periode in der Entwicklung Eindhovens. Projektdaten: Architektur: Hilberink Bosch Architecten, Berlicum Klinker: Farsund HS Format: ModF (290 x 90 x 52 mm) Verklinkerte Fassadenfläche: 2.900 m² www.hagemeister.de Wichtige Elemente aus der Vergangenheit gaben Inspiration für die Konturen des Gebiets und den Ent- wurf der neuen Häuser. So auch bei den mehrstöckigen Wohnkomplexen, deren Architektur den alten Kühltürmen angelehnt ist. Revitalisierung eines Industriestandortes in Eindhoven. Das Projekt Strijp-R mit 60 Wohnungen und 20 Apartments referiert mit seiner Architektur auf die Bildröhrenanlage von Phillips, die hier einst stand.

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