Bauzentrum_2023_06

BAUZENTRUM E-BAU 6 | 2023 E-BAU 21 Entsprechend der Nutzung des Gebäu- des musste auf einen vielfältigen Einsatz des Werkstoffes Holz geachtet werden. Je nach Anforderungen wurden verschie- dene Holzarten (Nadelholz, Buche) und Holzwerkstoffe (Vollholz, Brettschicht- holz, Brettsperrholz, Furnierschichtholz) eingesetzt. Das verwendete Holz stammt dabei vorwiegend aus heimischen Wäldern. Das Haupttragwerk besteht aus Holz-, Stahl-, und Hybridfachwerken mit ei- ner Höhe von bis zu fünf Metern. Zwi- schen den Fachwerken sind vorgefertigte Dach- und Bodenelemente als Kasten- träger eingehängt. Zusätzlich sind eini- ge der Riegel vollf lächig als wandartige Träger aus Brettsperrholz ausgeführt. „Die besonderen Geometrien der Ecken und Winkel sowie das Aufstellen der Promat-Verglasung auf der bestehenden Holzfachwerk-Konstruktion stellten für unser Team eine nicht alltägliche, be- sondere Herausforderung dar, die wir perfekt gemeistert haben“, sagt Promat Projektleiter Steffen Fritz. Lösung Stahlprofile an Holzkonstruktion und Silikonierung trotz wenig Freiraum Da dieses Objekt über keinen klassischen „Rohfußboden“ verfügt, sondern die Ver- glasung sicher auf der Holzfachwerk-Konst- ruktion angebracht werden musste, erfolgte die Aufstellung der Verglasung direkt auf mit PROMATECT ® -H bekleideten Stahl- winkeln, die seitlich an den Holzdecken be- festigt wurden. „Nach dem Einbau der statisch bemessenen Stahlwinkel und anschließender Beklei- dung mit PROMATECT ® -H wurden diese Bereiche mit Holzvertäfelungen optisch ‚re- tuschiert’“, so Steffen Fritz. Insgesamt wurden im Gebäude ca. 120 m2 der Promat-Konstruktion 385.33, Pro- mat ® -Ganzglaswand F1-30, ohne glastei- lende Profile sowie 1 Stück Promat-Kon- struktion 385.41 – Promat ® -Ganzglastür 30 verbaut. Die absturzsichernde Vergla- sung erfolgte mit einem 12/15/6:6 Scheiben- aufbau (d = 40 mm). Zudem mussten zwei weitere Besonderhei- ten gelöst werden: Für die Silikonierung der Glasstöße war nur ca. 20 – 30 mm „Luft“ vorhanden und die spitzwinklige Geomet- rie des Gebäudes machte eine Bestätigung des 49° Winkels der Glaskonstruktion not- wendig. „Zwischen den einzelnen Scheiben muss immer eine Silikonfuge eingebracht werden. Normalerweise stehen die Verglasungen frei im Raum. Hier war jedoch die besondere Herausforderung, dass zwischen dem dia- gonalen Holzfachwerk und der Verglasung extrem wenig Abstand vorhanden war. Aus diesem Grund war es sehr komplex, die Ver- glasung zu silikonieren. Doch letztendlich wurde auch diese spezielle Herausforderung durch den Stahlbauer oder Verarbeiter per- fekt gemeistert“, resümiert Steffen Fritz. So ist mit dem Einsatz von Promat ® - SYSTEMGLAS und dem Expertenwissen von Promat die Kombination aus Transpa- renz, besonderer Gestaltung und Sicherheit auch bei diesem Objekt mit sehr speziellen Anforderungen optimal gelungen. www.promat.com/de-de/brandschutz/ brandschutzplanung/referenzen/ nationalparkzentrum-ruhestein

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