Bauzentrum_2021_06

BAUZENTRUM E-BAU 6 | 2021 Barrierefreier Bedienkomfort im Seniorenheim Das Forschungsinstitut IHD an der Universität Dresden hat durch praktische Versuche mit Proban- den und Messverfahren im USEability LAB die Vorteile der Küffner-Raumspartür belegt. In Bezug auf den Kraftaufwand, die benötigte Motorik und die erforderlichen Bewegungsflächen schneiden diese bei der Benutzung im Zusammenhang mit Rollator oder Rollstuhl besser ab als herkömmli- che Drehflügel- oder Schiebetüren. 36 Barrierefreiheit Zudem entwickelt der Hersteller die Tür- konstruktion stets weiter. Die erste vom TÜV-Rheinland DIN-CERTCO „barrie- refrei“ zertifizierte Tür erhielt vor kurzem neuartige Edelstahlbänder mit patentier- ter Notöffnungsfunktion. Damit bewähr- te sich die Raumspartür jetzt in offiziel- len Dauerfunktionsprüfungen mit über 500.000 Öffnungszyklen. Um bei der Generalsanierung des evangeli- schen Pflegezentrums Lore-Malsch-Haus bei Hohenbrunn in Bayern die hohen Ansprüche an barrierefreie Sanitärräume und Nachhal- tigkeit zu erfüllen, haben sich die Bauherren und das Architekturbüro Kammerl + Kolle- gen für den Einsatz der Küffner Raumspar- türen entschieden. Es entstehen derzeit moderne und barrierefreie Bäder, die von Rol- lator- und Rollstuhlnutzern selbständig und komfortabel genutzt werden können. Dabei bleibt Bewohnern mit kognitiven Einschrän- kungen und demenzerkrankten Menschen – im Vergleich zur ungewohnten Nutzung einer Schiebetür – der Bedienungsablauf ver- traut. Ein Umdenken ist nicht erforderlich. Die Betätigung des Drückers zum Öffnen und Schließen der faltbaren Raumspartür ist vergleichbar mit der einer herkömmlichen Drehflügeltür. Ein aufwändiges und unfall- trächtiges Manövrieren mit Rollator oder Rollstuhl entfällt dadurch. Der Türdrücker ist bei geöffnetem Türblatt von beiden Seiten des Durchgangs stets in erreichbarer Nähe. Gemeinschaftsräume, Cafeteria und Küche sowie die ersten 36 von insgesamt 138 Ap- partements des Lore-Malsch-Haus erstrah- len bereits in neuem Glanz. Die großzügige Raumplanung indenBädernmit einemerfor- derlichen lichtenTürdurchgang von 900mm, unter Berücksichtigung der Drückergarnitur, erforderte den Einsatz von platzsparenden Raumspartüren, um den Durchgang in das Bewohnerzimmer nicht zu begrenzen. Trotz der großen Türbreite ragen die Türblätter nur zu einem Drittel der Breite in den Flur. Sie lassen sich dadurch auch mit Rollator oder Rollstuhl barrierefrei passieren. Im Gegensatz zu Stahl- oder Holzzargen ver- fügen Aluminiumzargen durch das verwen- dete Material von Natur aus über eine völlige Unempfindlichkeit und Korrosionsbestän- digkeit gegenüber der Luftfeuchtigkeit in den Nassräumen. „Küffner weiß deren vor- teilhaften Materialeigenschaften zu nutzen und hat diese auf die Anforderungen der langlebigenundnachhaltigenRaumspartür übertragen. Zudem werden die recycelbaren Zargen aus 80 % Sekundäraluminium sowie Primäraluminium, welches mit 100 % rege- nerativer Energie erzeugt wurde hergestellt. Unser CO2 -Fußabdruck liegt daher bei we- niger als ¼ des globalenDurchschnitts. Und am Ende des Lebenszyklus erfolgt wieder die vollständige sortenreine Rückführung des Aluminiums in den Herstellungskreis- lauf“, kommentiert Geschäftsführer Dipl. Ing. Peter Bischoff. www.kueffner.de In Bezug auf den Kraftaufwand, die benötigte Motorik und die erforderlichen Bewegungsflächen hat das Forschungsinstitut IHD die Vorteile der Küffner Raumspartür gegenüber herkömmlichen Drehflügel- oder Schiebetüren belegt.

RkJQdWJsaXNoZXIy NzM2NDYw